1 2 Previous Next 19 Replies Latest reply on Nov 18, 2014 5:17 AM by derniwi

    DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)

    Antosch Apprentice
      Hallo zusammen,

      ich habe mir folgendes überlegt und auch umgesetzt.
      Statt das kostenpflichtige DriveSnapshot für das Intelligente Imaging von DSM zu benutzen, habe ich mir das WAIK 3.0 geschnappt.

      Den Ablauf kann sich jeder vorstellen.
      - Installation einer Windows 7 SP1 Pro Workstation mit allen Patchen bis Dato
      - Installation der System und Standard Software via DSM (av software, adobe reader, office usw.)
      - Sysprep, Shutdown
      - WinPE boot vom Stick
        - via ImageX das Laufwerk C: in eine install.wim geimaged
      - Neue OS Source in DSM angelegt usw.

      Ich war überrascht wie reibungslos das Ganze verlief. Die stark komprimierte install.wim liegt bei ca 4,3 GB. Dennoch dauert die Installation einer Standardworkstation nicht mehr als 20 Min.
      Wenn man bedenkt, dass sämtliche patche und Anwendungen bereits integriert sind, sind 20 Minuten ein Witz

      Wenn diese Methode nicht gerade illegal ist (warum auch immer), sehe ich momentan nur Vorteile.
      - Hohe Flexibilität da die Installation weiterhin unattended und file basiert bleibt, keine starre blockbasierte Imaginglösung
      - kurze Installationsdauer trotz integrierter Anwendungen und Patche
      - lässt sich super in DSM integrieren

      Seht ihr irgendwelche Nachteile bzw. NoGo´s?

      und falls das Thema schon irgendwo im Forum aufgetaucht ist, bitte nicht gleich in der Luft zerreißen
        • 1. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
          Frank.Scholer Master
          Hallo Antosch,

          Wenn diese Methode nicht gerade illegal ist (warum auch immer)

          Nein, ist sie nicht - sogar Microsoft empfiehlt ja dieses Vorgehen...

          Hohe Flexibilität da die Installation weiterhin unattended und file basiert bleibt, keine starre blockbasierte Imaginglösung

          Naja, das Windows 7 Setup ist ja eh immer ein Imaging (das Install.wim von der DVD ist ja auch nix anderes als ein gesysprepptes Image) - aber du hast sicher recht: im Vergleich mit DriveSnapshot oder Acronis oder was auch immer, ziehen hier halt z.B. die vorgesehenen Mechanismen zur dynamischen Treibereinbindung etc.

          Insofern: ich finde das auch sehr cool und hab's bei einigen Kunden auch schon so gemacht...

          Seht ihr irgendwelche Nachteile bzw. NoGo´s?

          Viel fällt mir nicht ein, zwei Dinge vielleicht:

            [*] das funktioniert so nur für Windows 7 - d.h. ältere Betriebssysteme sind hier außen vor (es gibt noch genug Kunden, die noch XP einsetzen und im Zuge von Leasing-Wechseln etc. auch jetzt noch XP deployen müssen) und benötigen daher das "klassische" Imaging
            [*]wenn es sich tatsächlich um Massen-Rollouts handelt (ich denke jetzt mal an Konzerne mit 5-stelligen Client-Anzahlen), dann hätte man vermutlich ganz gerne eine Multicast-Verteilung der Images. Das kann das Verfahren natürlich nicht...
          Grüße Frank
          • 2. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
            _Mel_ Master


            wenn es sich tatsächlich um Massen-Rollouts handelt (ich denke jetzt mal an Konzerne mit 5-stelligen Client-Anzahlen), dann hätte man vermutlich ganz gerne eine Multicast-Verteilung der Images. Das kann das Verfahren natürlich nicht...

            ... wenn die sourcen zwischenzuspeichert, kann man natürlich beliebige daten per multicast verteilen und dann installieren.
            insofern ist das kein problem des verfahrens, sondern liegt lediglich an der nichtverfügbarkeit des zugehörigen tools
            • 3. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
              Markus.Zierer Expert
              Also ich hab auch schon mit dem Gedanken gespielt, statt DriveSnapshot die MS Lösung zu implementieren. Ich bin bisher allerdings nicht über ein Theoretisches Stadium hinausgekommen. Nachdem ich mir die mitgelieferten DriveSnapshot Pakete angesehen habe, bin in zu der Erkenntnis gekommen, dass das eigentlich gar nicht so schwierig sein dürfte. Denn dort wird auch nichts anderes gemacht, als scriptgesteuert die Drivesnapshot.exe aufzurufen. Und ob ich dann imageX.exe, dism.exe oder eben Drivesnapshot.exe nehme, dürfte da dann ziemlich egal sein.

              Wie gesagt, sind bisher nur theoretische Überlegungen da ich bisher nicht die Zeit hatte, das wirklich mal auszuprobieren. Aber ich sehe das auch so, wenn schon Imaging, dann die Methode von MS selbst. Zumal die Möglichkeiten (Indexing, Integration von Treibern und Updates usw.) ja wirklich Cool sind.
              • 4. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                NicoS1 Master
                Antosch,
                gegen die Methode spricht absolut nichts. Man sollte halt nur regelmäßig das Image mal aktualisieren... aktuelle Patches rein, Flash Player etc. und natürlich bedenken, was für Software man NICHT mitinstallieren sollte, bzw. generalisieren muß. (Virenscanner, VPN Client, Centennial, DSM Client)

                Ansonsten... passt. Kann man auch schön Unattended mit einem PreOS Package sich selbst zusammen bauen. Ein paar Variablen mit rein, und fertig ist das Batch.

                Für einen Rollout hab ich das ganze auch so runterkomprimiert und hingebatcht, dass das ganze über ne Bootfähige DVD läuft.. man wird beim start nur nach nem Rechnernamen gefragt, der Rest rennt komplett automatisch durch, inkl. Aufnahme in die Domäne. War der kundenwunsch aus Angst vor Netzauslastung. Die Techniker mussten nicht mal in der DSM Konsole rumfummeln

                Und @Frank: Mit Windows XP sollte das auch funktionieren. Zumindest kann man während dem Sysprep eine Unattend.txt hinlegen, die beim ersten Booten abgearbeitet wird. Zwar hat man dort einen reduzierten Funktionsumfang im vergleich zur unattend.txt bei einer "frischen" installation, aber es geht. Hab zwar noch kein XP mit ImageX abgezogen, aber mit ner anderen Imaging Lösung... Image aufspielen, die unattend.txt via pre-os-package ablegen... fertig.
                • 5. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                  Frank.Scholer Master
                  Hi Nico,

                  @Frank: Mit Windows XP sollte das auch funktionieren...


                  Hmm, kapier ich nicht wie?

                  Also jetzt von der lizenzrechtlichen Seite mal abgesehen (dass es laut EULA des WAIK nicht erlaubt ist, mit PE 3.0 ein XP zu deployen), wie soll das funzen deiner Ansicht nach?

                  Die XP Sourcen waren ja einzelne Dateien und kein WIM-File. D.h. wenn ich ein Wimfile abziehe, mach ich definitiv ein Imaging. Dann isses aber so, dass es sich um ein Imaging handelt wie es auch bei DriveSnapshot, Acronis oder welchem Imager auch immer, gemacht würde, d.h. es läuft definitiv kein Unattended Setup, Treiber werden ggfs. nicht richt integriert (gerade Mass Storage Geschichten) etc....

                  Bei Win7 ist der Setup.exe völlig egal, ob es sich um ein "original Microsoft-WIM" oder ein "selbstgebautes" handelt.

                  Naja, ist aber Detail-Gedöns ;-)

                  Grüße Frank
                  • 6. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                    _Mel_ Master
                    warum so kompliziert ?
                    mitgeliefertes imaging template kopieren, drivesnapshot durch gewünschtes imaging programm ersetzen, passende files in das ossetupfilepackage packen -> fertig
                    • 7. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                      NicoS1 Master
                      Müsste mich täuschen, aber mit einem WinPE2.0 / WAIK für Vista ist es Lizenzrechtlich OK, und ImageX gabs da auch schon.

                      Sorry, ja... hab mich etwas unverständlich ausgedrückt glaub ich. Ich meinte nicht, dass man die OS Sourcen austauscht, sondern eher Imaging im klassischen Sinne macht mit ImageX. Sprich, das wim File dann auch auch anstatt dem OS Configuration Package aufspielen.

                      1. Partition und Format
                      2. Image zurückspielen via ImageX
                      3. Unattend.txt abglegen

                      So "komfortabel" wie Win7 ists natürlich nicht, aber Massenrollouttauglich

                      Aber ja, ob ich ImageX an der Stelle nehm, oder Drivesnapshot ist egal... wenn man Imaging Lizensen hat ;-)
                      • 8. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                        Antosch Apprentice
                        ich bin schon mal sehr erfreut, dass ich mit meiner idee nicht all zu weit weg von der realität bin

                        @Frank
                        diese methode war das resultat meiner überlegungen zum thema "windows 7 migration" für unser unternehmen. mittlerweile bin ich so überzeugt und begeistert von dem verfahren, dass ich diese strategie wohl beinehalten werden für tägliche windows 7 installationen.
                        windows xp wird bei uns weiterhin unattended verteilt. es würde sich kaum noch die xp deployment strategie zu überdenken, daher gilt die wim-methode tatsächlich nur für windows 7 deployment.
                        vielen dank, speziell an Dich Frank!

                        @NicoS
                        mit dem updaten der image stimme ich dir absolut zu. meine überlegung war dies vierteljährlich zu tun. wenn ich mir unser revisionierungsverhalten der standard pakete anschaue, würde sogar halbjährlich vollkommen reichen.
                        das einzige, was nach der os installation fällig wäre, wären die windows updates.
                        • 9. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                          Markus.Zierer Expert
                          @Antosch

                          Mit den "Nachteilen" einer Image basierenden Lösung ist das so ne Sache. Der eine sieht's als Nachteil, der andere als Vorteil.

                          Unbestritten ist der Geschwindigkeitsvorteil.

                          Nachteile sind in meinen Augen:

                          -höherer Pflegeaufwand des Images (bei jeder kleinen Änderung neues ziehen)
                          -höherer Aufwand für die Treiberaktualisierung
                          -im allgemeinen unflexibler

                          Ich für meinen Teil nutze nach Möglichkeit Unattended Setups. Nur wenn explizit höhere Geschwindigkeit gefordert ist, greife ich auf Imaging zurück. Aber das ist halt persönliche Geschmackssache.
                          • 10. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                            NicoS1 Master
                            [QUOTE=Markus.Zierer;36138]Nachteile sind in meinen Augen:

                            -höherer Pflegeaufwand des Images (bei jeder kleinen Änderung neues ziehen)
                            -höherer Aufwand für die Treiberaktualisierung
                            -im allgemeinen unflexibler


                            Dafür haben wir ja immer noch eine Softwareverteilung ;-)

                            Und nochmal @Antosch...
                            Jetzt wo Markus das geschrieben hat, fällt mir noch was ein:

                            Ich gehe so vor, dass ich das W7 Grundsystem mit Enteo/DSM normal installiere inkl. Standardsoftware. Und dann den DSM Client manuell wieder runter schmeiß, inkl Repository Cache.
                            Außer unter HKLM\Software\Netinst lass ich den "InstalledApps" Ordner stehen.

                            Danach dann den Sysprep usw.

                            Das hat den Vorteil, dass du deine ganze Standardsoftware trotzdem zuweisen kannst, und dir gleich mit grünem Policy Status angehakt wird. Außerdem werden eventuelle Userteile gleich noch nachgezogen.

                            Alternativ, und warscheinlich auch etwas eleganter wäre anstatt dem InstalledApps die IsInstalled Bedinung zu definieren, z.B. auf eine Datei mit Dateiversion.

                            Beides hat halt den Effekt, dass du deine Policys sauber hast, und bei Änderungen weiterhin komplett flexibel bleibst. Beispielsweise, hättest du im Image Flash 10.3, wird dies, solange es aktuell ist grün, und der AutoInstaller macht rein gar nichts. Sobald du hochrevisionierst, freigibst etc. kommt deinem Image automatisch Flash 11 nach. Somit muß man nicht bei jeder kleinen Änderung das Image anpacken und aktualisieren.

                            Und das Image ist auch wieder relativ einfach aktualisiert, weil DSM eh schon alle Aktualisierungen macht
                            • 11. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                              Markus.Zierer Expert
                              @Nico

                              Und dann den DSM Client manuell wieder runter schmeiß, inkl Repository Cache.



                              Ich gehe mal davon aus, dass Du mit manuell runterschmeissen, das ausführen von NiPrep meinst.
                              • 12. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                                NicoS1 Master
                                [QUOTE=Markus.Zierer;36140]Ich gehe mal davon aus, dass Du mit manuell runterschmeissen, das ausführen von NiPrep meinst.

                                Ja, der wäre dafür gedacht. In dem konkreten Fall hab ich den NI Client aber wirklich manuell entfernt. Analog dazu wie mans damals in der v6.0 gemacht als, als die NICLEAN noch nicht für normalsterbliche zur Verfügung stand und es nur das Whitepaper dazu gab.

                                Zeit war knapp, und dem hatte ich mehr Vertraut ;-)
                                • 13. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                                  erzwodezwo Expert
                                  Morgen,

                                  ich finde die MS Methode sehr viel besser als das normale Imaging.
                                  ich habe es in der vergangenheit einsetzt um z.B aktuelle Sources zu haben, also eine Win7 wim incl. Updates bis zum erstellungstag der WIM.
                                  Was mir im Rollout sehr viel Zeit und Netzlast sparte da diese nicht mehr installiert werden mussten.
                                  Softwarepakete vermeide ich wenn möglich vorher zu installieren, das hab ich nur mal bei Notebooks gemacht und die Systemsoftware des Herstellers nicht komplett paketieren zu müssen, da die Stückzahl zu klein war.
                                  Die Software veraltet heute so schnell dass ich das lieber direkt über DSM manage.

                                  Zu Windows XP wird das ausrollen der WIM mit DSM Bordmitteln nicht unterstützt, ich habe XP Wim´s nur über den MS Deployment Server ausgerollt, da funktioniert das sehr gut.

                                  Gruß
                                  Torsten
                                  • 14. Re: DSM Imaging mit Microsoft Boardmitteln (WIM)
                                    CalumField1 Expert

                                    Morgen,

                                    ich finde die MS Methode sehr viel besser als das normale Imaging.



                                    Ich mag Imaging mit Niprep & DrivesnapShot.

                                    PC Installieren mit OS, alle Patches und alle Programme, NIPrep & SysPrep ausführen- und Image abziehen.


                                    Es gibt viele spezifische Kunden Anforderungen, und ab DSM 7.0 ist das Imaging Thema kein Problem mehr, auch nicht wenn man als Beispiel seine eigene ImageX Skripte bauen möchte.
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