4 Replies Latest reply on Apr 22, 2013 2:34 AM by derniwi

    Betriebssystemwechsel auf Windows 7

    Marko1 Apprentice
      Hallo Leute,

      bei uns steht dieses Jahr ein Betriebssystemwechsel an von Windows XP auf Windows 7 x64. Die Rechner müssen bis zum April 2014 umgestellt werden. Es handelt sich um ca. 2300 Rechner. Die Rechner befinden sich an unterschiedlichen Standorten - Ruhrgebiet, Hannover, Freistatt, Bremen, Hamburg usw. und haben auch unterschiedliche Netzanbindungen von 1 Mbit/s bis 100 Mbit/s.

      Normalerweise werden die Rechner beim Anwender abgeholt und in Installationsnetzen, die sich in Bielefeld, Freistatt, Hannover und Dortmund befinden, installiert. Nach der Installation wird der Rechner wieder zum Anwender gebracht. Dieses Vorgehen ist in Einzelfällen machbar bei einer kompletten Umstellung jedoch sehr zeitaufwändig, durch die langen Fahrzeiten.
      Eine Möglichkeit wäre, den Rechner direkt beim Anwender zu installieren. Dies Funktioniert leider auch nicht bei schmalen Netzanbindungen. Eine komplette Installation eines Rechners schlug bei einer Bandbreite von 1 Mbit/s immer fehl.
      Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Installationen in den Installationsnetzen vorbereitet werden und nur noch die Festplatten beim Anwender ausgetauscht werden müssen.
      D.h., wir würden im Installationsnetz ein Rechner - gleiche Hardwareausstattung - zum Installieren verwenden. In dem Installationsrechner wird eine Festplatte eingebaut. Der Rechner wird mit dem neuen Betriebssystem Windows 7 x64 und allen Anwendungen installiert, die der Anwender benötigt. Die Festplatte wird aus dem Installationsrechner entfernt und beim Anwender gegen die Windows XP Installation ausgetauscht.
      Auf dem Installationsrechner möchte man die Installationen vorbereiten. Sollen z.B. für eine Einrichtungen 20 Rechner umgestellt werden, so soll mit Hilfe des Installationsrechners die Installationen vorbereitet werden, indem jeweils die Festplatte getauscht wird. Die vorbereiteten Installationen, die sich auf den Festplatten befinden, werden dann beim Anwender in den Rechner eingebaut.
      Ist es möglich Installationen auf Festplatten vorzubereiten, so dass DSM und Discovery damit klar kommt?
      Wie habt ihr bei Euch ein Betriebssystemwechsel durchgeführt?

      Für Vorschläge wäre ich euch sehr dankbar.

      LG Marko
        • 1. Re: Betriebssystemwechsel auf Windows 7
          derniwi Master
          Hallo Marko,

          da solltest du dir einen Consultant suchen. Es ist mit FrontRange möglich, genau so ein Szenario aufzusetzen und die Verteilungsserver bzw. die -depots auch vor Ort zu bringen, um dann dort die Installation der Rechner durchzuführen. Das Management wäre dann wohl zentral, aber die Installationsquellen würde man auf einem NAS an den einzlenen Standorten haben. Die könnten dann auch nachts automatisch auf den neuen Stand gebracht werden, wenn niemand die dünne Leitung verwendet.

          Aber ich habe das noch nicht gemacht, kann dir also nur die Idee liefern.

          Gruß
          Nils
          • 2. Re: Betriebssystemwechsel auf Windows 7
            Frank.Scholer Master
            Hallo Marko,

            eine (naheliegende) Möglichkeit ist natürlich das, was Nils geschrieben hat. Wenn ihr dann "nur" ein NAS habt z.B., dann kannst du das PE immer noch über eine Boot-DVD oder einen USB-Stick (beides kannst du aus der DSMC heraus erzeugen) booten...

            Eine andere Möglichkeit (die ich jetzt vielleicht sogar noch charmanter fände) wäre, ein angepasstes Image (INSTALL.WIM) zu machen, in dem nicht nur das Basis-Windows, sondern auch aktuelle Patches und eure Standard-Software enthalten sind.

            Das kannst du dann z.B. auch auf ne DVD brennen und ein "Offline-Deployment" machen und dann dann über DSM nur noch die Individual-Software nachziehen lassen (die erfahrungsgemäß kein riesiges Datenvolumen mehr darstellt). Oder du verwendest dieses Image von den NAS-Devices (wie in Option 1, nur optimiert).

            Wie Nils aber schreibt: mit externer Beratung bist du da sicher besser bedient, falls du sowas noch nie gemacht hast. Bei Bedarf meld dich einfach ;-)).

            HTH, Grüße Frank
            • 3. Re: Betriebssystemwechsel auf Windows 7
              NicoS1 Master
              Hallo Marco,

              vor solchen Herausforderungen stand ich auch schon ich kann hier Frank und Nils nur beipflichten:

              1. NAS-Box mit den Massendaten an die Standorte und die entsprechende Konfiguration im DSM machen. (DepotRangeConfig.ini anpassen) und dann entweder das WinPE über WAN Booten (ist etwas tricky und langsam) oder über DVD / USB Stick. Die Massendaten werden dann entsprechend von der NAS geholt.

              2. Komplett Offline mit der "Imaging" Methode. Hierzu hab ich mir einen Client vorbereitet mit allen Anwendungen und Patches (evtl. kritische Applikationen weglassen wie Virenscanner und VPN Client). Dann den "InstalledApps" Ordner in der Registry sichern (HKLM\Software\NetInst) und den DSM Client komplett entfernen. Danach den InstalledApps Ordner wieder importieren.

              Dann kann man ein sysprep drüber jagen und mit "imagex" ein Image ziehen. Ich hab mir Schluss endlich eine DVD mit WinPE gebaut, die beim Booten erstmal den zukünftigen Rechnernamen anfrage und dann auch anpasst (kleines commandline tool, das einen search und replace auf die unattend.xml macht und den Rechnernamen einträgt). Dann wird die install.wim aufgespielt und rebootet. Der Rest geschieht dann automatisch... Client macht einen AutoLogon, DSM Client wird wieder installiert, Pakete (werden bei mir automatisch zugewiesen über Dynamische Gruppen) werden BEI BEDARF installiert (durch den InstalledApps Ordner überspringt er alles was er schon hat, wenn du aber z.B. zwischen Image Erstellung und aufspielen ein neues Paket zugewiesen hast, oder die Revision erhöht hast wird das aktualisiert!).

              Ist leicht Anspruchsvoll zu scripten, aber funktioniert danach recht gut

              Von der Methode mit den Festplatten vorinstallieren würde ich dir dringend abraten. Die MAC Adress und SM-BIOS-GUID Erkennung in DSM kann dir da ganz böse mitspielen.

              Das einzige was ich mir vorstellen könnte mit dieser Methode...
              - Du machst ein angepasstes Installationsimage wie bereits empfholen.
              - Deinen "Installationsrechner" legst du jetzt in der DSMC normal an, und weist ihm das Betriebssystem zu
              - Du lässt den Rechner booten und losinstallieren:
              -- WinPE Bootet
              -- WinPE paritioniert und formatiert
              -- Setup.exe wird aufgerufen und kopiert die Dateien auf die Festplatte
              -- Reboot
              -- Hier an der stelle den Reboot nicht durchführen lassen und Rechner Ausschalten....

              Ab jetzt ist die Festplatte von sich aus bootfähig und "komplettiert" nur noch das Setup. Die Festplatte könntest du jetzt als Schablone nehmen und diese Klonen. Bevor du sie rausschickst, müsstest du sie jetzt nur noch einmal per z.B. USB / SATA Adapter anschließen... die unattend.xml suchen (müsste unter C:\OSD liegen) und dort drin den Computernamen abändern.

              Wenn alles richtig lief, wird die Platte beim User eingebaut... das Setup wird komplettiert und der Rest läuft analog wie bei der oben beschriebenen DVD.

              Wichtig wäre halt, dass dein Installationssystem baugleich ist, dann werden auch gleich die notwendigen Treiber installiert die der Computer benötigt... sonst müsstest da auch nochmal Hand anlegen und Treiber integrieren... ist eher unschön

              Anleitungen wie du ein angepasstes Install.Wim erstellst gibt es zu genüge hier im Forum
              • 4. Re: Betriebssystemwechsel auf Windows 7
                _Mel_ Master
                das zentrale installieren und dann die festplatten verschicken funktioniert, wenn man mit dem hardware-exchange arbeitet.
                d.h. man installiert den rechner lokal, baut die platte aus, erzählt DSM, daß der rechner eine neue netzwerkarte (initial MAC) und ein neues mainboard (smbios guid) hat und gibt ihm die daten von dem entfernten rechner, zu dem man die festplatte schickt.

                je nachdem wie groß und zahlreich die standorte sind (und unter der annahme, daß die netze innerhalb eines standorts gut sind), würde ich zumindest in den größeren standorten einfach einen osdproxy hinstellen.
                bei kleinen standorten, wo sich kein managementpoint lohnt und nur ne nas box als depot steht (wobei es auch nas boxem gibt auf denen ein windows server laufen kann) wäre cd bzw usb stick eine möglichkeit (sicher einfacher als platten auszutauschen und solange der client von OSD dem lokalen depot zugeordnet wird ist der netzwerkboot das einzige bei dem die dünne leitung ein problem sein sollte)