6 Replies Latest reply on Aug 7, 2018 3:46 AM by derniwi

    W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen

    MWiega Apprentice

      Guten Morgen,

       

      mich würde interessieren, wie ihr mehrere Sprachen in W10 abgedeckt habt. Ich denke da nicht nur an die Installation, sondern vor allem auch an den Supportmitarbeiter. Wenn auf einem fremdsprachigen Gerät Support geleistet werden soll, kann das schwierig werden, wenn man die Sprache nicht kann. Also schaltet man idealerweise auf ein deutsches oder englisches OS und Tastaturlayout um.

       

      Wenn ich das richtig sehe, kann man in W10 prinzipiell diverse Sprachen und Tastaturlayouts aktivieren, diese müssen aber geladen werden. Packt man das dann bei der OS Installation mit rein oder in ein separates DSM Paket? Macht es dann Sinn alle benötigten Sprachen auf jedem Rechner vorzuhalten, also gleich mit zu installieren? Die Umstellungen erfolgen dann wie am geschicktesten, per DSM Paket oder manuell am Gerät?

       

      Wie geht ihr damit um?

       

      Grüße,

      Michael

        • 1. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
          Nico Schmidtbauer Apprentice

          Hallo Michael,

           

          bzgl. der Sprachen gibt es diverse Wege, die du gehen kannst:

          - Integration in die Install.wim via DISM.EXE bzw. ab der 1803 idealerweise über die PowerShell.

          - Beim Setup mit "einbauen" über den zusätzlichen Schalter /InstallLangPacks (ich bin mir allerdings nicht sicher, ob der nur beim Upgrade oder auch bei der normalen Installation funktioniert).

          - Nachträglich via Script installieren.

           

          Bevorzugt wird meistens die erste Variante. Bei den Sprachpaketen ist es meist mit dem LangPack alleine nicht getan, auch die entsprechenden Features on Demand sollten installiert werden (LanguageFeatures-Basic, ggf. Fonts, Handwriting, OCR, Speech, TextToSpeech). Außerdem, je nachdem wir ihr den Windows Store Handhabt, gibt es noch ein ISO mit den Inbox Apps. Diese installieren wir Userbezogen auch noch nach, damit die Apps wie Fotos, Rechner usw. in der vom Anwender direkt gewählten Sprache dargstellt werden, diese sind nämlich in den Language Packs nicht enthalten. Zwar würde der Store, wenn er kann das *irgendwann* automatisch nachziehen... Erfahrungsgemäß zwischen 1 Stunde und 3 Tagen... aber in der Zeit hat der Anwender meistens schon ein Support Ticket aufgemacht, dass sein Taschenrechner Englisch ist...

           

          Außerdem tauschen die Language Packs ggf. Dateien aus, die evtl. von Updates / Patches ersetzt wurden und setzen diese auf alte Versionen zurück. Dementsprechend ist auch beim integrieren von LangPacks drauf zu achten, dass erst LPs und am Ende Updates integriert werden.

           

          Ansonsten, ein weiterer Wichtiger Punkt: Es gibt in Windows 10 einen automatischen Language Pack Cleanup, der ungenutzte Language Packs wieder entfernt. Ich würde dringend dazu raten, diesen (via GPO) abzuschalten. Auf der einen Seite fliegen natürlich Sprachen die man vorhalten möchte weg, auf der anderen Seite hatten wir (zumindest in der 1607) das sehr tolle Verhalten, dass der Prozess Windows "kaputt" gemacht hat. Es liesen sich keine Updates mehr installieren, sowie Windows Features aktivieren / deaktivieren (WINSXS_ASSEMBLY_MISSING). Lässt sich dann schön in der CBS Log sehen.

           

          Zu guter Letzt wichtig ist... wenn du Feature Upgrades durchführst... die Basissprache der Installationsdateien muss natürlich zum OS passen (OS Basis auf Englisch = Englische ISO fürs Upgrade verwenden), und wenn du verhindern möchtest, dass ein eingedeutscher Client nach dem Feature Upgrade erstmal nur noch Englisch mit dir spricht, solltest du natürlich die Installationsfiles fürs Featureupgrade entsprechend direkt mit Language Packs, Features on Demand usw. versehen.

           

          Was die Sprachumstellung angeht, habe ich leider bisher noch keine Erfahrungswerte gemacht.

           

          Gruß

          Nico

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          • 2. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
            derniwi Master

            Hallo,

             

            mit Windows 7 habe ich das über den Software-Shop gelöst.

            Wenn es nach mir ginge, würde ich das für Windows 10 wieder so machen. :-)

             

            Also, das System auf Englisch installieren und evtl. noch Deutsch (da größter Standort) automatisch einspielen. Und dann bekommt der Anwender "seine / ihre" Sprache über eine Gruppenzuordnung eingespielt, kann aber weitere Sprachen über den Shop beziehen. Z.B. haben wir Anwender, die hier noch das chinesische Sprachpaket benötigen, aber eben nur ein paar wenige Leute, da muss man überlegen, ob dann alle Maschinen damit versorgt werden. Wenn der Anwender ein Sprachpaket über den Softwareshop einspielt, dann sollte auf jeden Fall noch nach Windows Updates gesucht und diese ebenfalls installiert werden!

             

            Vorteil, wenn alles drin ist: weniger Aufwand und gleiche Systeme.

            Nachteil: Grundinstallation wird größer, das Aktualisieren aller Sprachpakete dauert auch länger.

             

            Für das Umschalten habe ich bei Windows 7 keinen sauberen Weg gefunden, der immer automatisch funktioniert hat. Hier öffne ich dann per RunDLL die Systemsteuerung von Win 7 und springe in den entsprechenden Dialog.

             

            Für den Support solcher Systeme muss man halt bedenken, dass ein Umschalten der Sprache leider immer noch ein Ab- und wieder Anmelden bedeutet. Mit Englisch kommen die meisten zurecht, wenn jemand aus China ein Problem hat und man das gemeinsam lösen will, ist ein Umschalten auf Deutsch vielleicht die zweite Wahl.

             

            Gruß

            Nils

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            • 3. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
              JensErtel Apprentice

              Hallo,

               

              wir installieren die Clients immer mit einem en-US ISO und haben die Sprachpakete in separaten eScripts. Dieser werden durch Statische Gruppe zugewiesen, je nach dem wer welche benötigt in seiner Lokation. Sollte jemand eine weitere Sprache benötigen, wir er in diese Gruppe aufgenommen. Früher wurde dies im Software Shop bereitgestellt, doch hier wurde sinnlos Sprachen auf Clients durch die Benutzer installiert.

               

              Bei diesem vorgehen haben wir aktuell nur ein paar Komplikationen bei einem Inplace Upgrade.

              Z.B. habe ich nun von 1709 auf 1803 aktualisiert und müsste entweeder beim Aufruf der Setup.exe die Sprachpakete mit angeben oder anschließend über DSM installieren. Wie ich das aber noch löse, bin ich mir nicht sicher.

              Wenn ich Abfragen in ein eScript Pakete mache, welches prüft ob die Sprache de-DE installiert ist und dann die Dateien kopiert, dann muss ich bei jeder Änderung oder dem Hinzufügen von Sprachen dieses anpassen. Das würde ich mir gerne sparen und dies dynamisch löschen.

               

              Grüße

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              • 4. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
                derniwi Master

                Ja, die Inplace-Upgrades sind in der Tat noch ein Problem. Entweder für jede Sprache ein Paket vorhalten und darin dann alle aktuell benutzen Version ablegen, oder irgendwie anders lösen. Eine Idee wäre nocht der Extern$-Share auf den DSM-Servern. Das Inplace-Upgrade würde ich nicht offline erlauben, somit sollte der Zugriff darauf möglich sein. Das ist dann aber nicht revisions-sicher. Ein neues Paket anlegen wäre auch möglich, aber kriegt man dann die neuen Zuweisungen hin? Also sprich im Paket festlegen, welche Version verwendet werden darf und die Pakete selbst Gruppen (für jede Sprache eine) zuordnen. Einmal in der Gruppe würde man dann alle Pakete haben, aber über die Voraussetzungen wird gefiltert, was installiert werden darf, z.B. "Installed Operating System (Display Name)" auswerten...

                • 5. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
                  MWiega Apprentice

                  Hallo,

                   

                  das hört sich ja schon einmal gut an, danke für euren Input und die Erfahrungswerte. Das ist viel wert!

                   

                  Die Idee mit dem Shop hört sich gut an, vor allem mit dem Hintergedanken SelfService und Entlastung IT. Nachteil wäre, dass User anfangen werden mit den Sprachen "zu spielen", wie das Jens erwähnte.

                  Ich tendiere momentan zu der Option gleich alles zu installieren. Also die Sprachen in die Install.wim zu packen. 1803 wäre eine gute Option um da einzusteigen. Da mache ich es uns dann einfach: Wer Sprachen will, muss eine Neuinstallation in Kauf nehmen.

                   

                  Nico, inwiefern ist es bei der 1803 mit PS besser zu handhaben, als in das wim zu packen?

                   

                  Interessant finde ich auch den Hinweis, dass die Features und der Windows Store zu berücksichtigen sind. Die Reihenfolge LPs und Patche ist ebenfalls ein wichtiger Hinweis. Von dem automatischen Laguage Pack Cleaner habe ich noch gar nichts gehört, muss ich mir anschauen. Macht aber Sinn den dann zu deaktivieren.

                   

                  Wegen den InPlace Updates dachte ich daran, alles in Deutsch zu installieren, die benötigten Sprachen bei der Erstinstallation reinzupacken und den User dann selbst umschalten zu lassen. Die InPlace Updates können dann ja auf deutsch erfolgen, müssen aber eben gleich alles für alle Sprachen enthalten. Also so wie Nico das beschrieben hat.

                   

                  Offen ist nun aber noch die Frage, wie ihr das im Support Fall macht. Schaltet ihr euch auf und stellt dann auf eure Supportsprache um, lasst ihr das den User machen oder Benutzt ihr hier DSM Funktionene? Ich tendiere hier dazu, den Support umschalte zu lassen. Das macht am wenigsten Aufwand und ist somit auch nicht fehleranfällig. Da alles vorinstalliert ist, sollte es hier auch keine Probleme geben.

                   

                  Grüße aus Schwaben,

                  Michael

                  • 6. Re: W10 - mehrere Sprachen - prinzipielles Vorgehen
                    derniwi Master

                    Hallo Michael,

                     

                    naja, lies noch mal nach, etwas Recherche tut ja auch gut, wenn man etwas von offiziellen Seiten hat. Soweit ich weiß, sollte man laut MS bei 1803 nicht mehr die install.wim mit Sprachpaketen erweitern. Muss ich aber auch nochmal suchen.

                     

                    Nach der Installation von Sprachpaketen sollte man direkt auch die Windows Updates suchen und installieren lassen, da es hier ja genügend Pakete gibt, die hierzu Aktualisierungen enthalten.

                     

                    Umschalten der Sprache: das kommt auch auf das Problem an. Wenn Dir ein Benutzer in Chinesisch den Weg zeigt, dann paßt das ja. Das Umschalten erfordert halt im ein Ab- und wieder Anmelden...

                     

                    Und welche Sprache Ihr als Grundversion nehmt, würde ich von der Internationalität abhängig machen... aber auf jeden Fall intern diskutieren und dokumentieren. ;-)

                     

                    Gruß

                    Nils